Das Ufer des Aralsees liegt heute 130 Kilometer von der einstigen Küstenstadt entfernt. | 06.02.2016. Der Salzgehalt normalisierte sich, Fische kehrten zurück. Die Mittvierzigerin ist Vorsitzende von "Aral Tenizi", einer Hilfsorganisation aus Europa und Japan. Jahrhunderts. wurde er im Gegensatz zum Kaspischen Meer, damals als Meer von Hyrkanien bekannt, nicht genannt. Er verhindert, dass Wasser, das sich in den Kleinen Aralsee ergießt, gleich an anderer Stelle wieder abfließt. Jh.) 1996 wurde das Wasser dann so salzig, dass nur noch Flundern überlebten. Die Verdunstung übertrifft den Eintrag durch Regen, Schneeschmelze oder Grundwasser bei Weitem: Das Wasservolumen nimmt ab, und der Salzgehalt steigt. Ehemalige Hafenstädte und Badeorte liegen heute 100 Kilometer weit in der Wüste. Von 1960 bis 199… In den sechziger Jahren ging der Bestand an Weideflächen um 80 Prozent zurück. ... aus Kasachstan enthielt eine Wasserumleitung von Novosibirsk am Ob über Pavlodar an der Irtysch Richtung Aralsee. Aber sie alle haben einen Besitzer, erklärt Busfahrer Baha. In dieser Reportage nehmen wir euch mit an den Aralsee, nach Kasachstan, ein Nachbarland von Russland. Eine Schreckensvision hatte schon der französische Geograph Eliseo Reclus entworfen, als er 1881 schrieb: „Wenn der Aralsee durch eine Umlenkung des Amu-Darja zum Kaspischen Meer jährlich um 50 Milliarden Kubikmeter Flußwasser beraubt wäre, würde er schon im ersten Jahr ein Zwanzigstel seines Inhalts verlieren. Er lässt das schüttere Gras erzittern, treibt ein paar lose Kameldornbüsche vorbei und friert jedem menschlichen Wesen nach zehn Minuten weiße Flecken ins Gesicht. Mai, das die Esa nun veröffentlicht, zeigt, dass seit 1960 neun Zehntel des Aralsees verschwunden sind. Der Aralsee war einst das viertgrößte Binnengewässer der Erde. Ursachen und Geschichte der Verlandung bis heute 2.1 Physische Gegebenheiten und Besiedlung Der Aralsee liegt in Zentralasien, dass zu den gemässigt ariden bis semi-ariden1 Gebieten der Erde gehört. Heute fahren zwei, drei Leute zusammen hinaus, in kleinen Booten wie dem Royal Mariner. Ein Video über den Aralsee, welches während meines Geographieunterrichts der 11. Für die Schiffahrt war der See kaum benutzbar. Nur rund 10 Prozent der einstigen Fläche sind noch übrig. Dieser Schreibtisch hier hat von 1925 bis 1989 16 Direktoren kommen und gehen sehen. Der Aralsee (45°N 60°O) liegt in Mittelasien im Tiefland von Turan in einer großen geologischen Depression umgeben von den Wüsten Kysilkum („roter Sand“) bzw. ", Karten des einst viertgrößten Sees der Welt für 1960 und 2015 (picture alliance / Xinhua/Sadat). 1990 wies der Große Aralsee eine Fläche von etwa 33.000 Quadratkilometern auf, der Kleine Aralsee eine Fläche von etwa 3000 Quadratkilometern. Für die Erdarbeiten hatte man sogar an den Einsatz von Atombomben gedacht und entsprechende Versuche auf dem Atomwaffentestgelände in Kasachstan durchgeführt. "Hier, dieses große Schiff kam aus der Werft in Artalsk. "Wir leben in Kasachstan, Mann – da gibt es so was doch nicht! Heute werden im kleinen Aralsee 8.400 Tonnen Fisch im Jahr produziert (Zahlen von 2015), wobei die Zahlen vor der Katastrophe bis zu 40.000 Tonnen betrugen. Der Wasserspiegel sank um 18 Meter, das Volumen nahm 90% ab und der Salzgehalt stieg um das vierfache an. Heute ist der See nur noch eine Pfütze. Zusätzlich hätte die Bevölkerung umgesiedelt werden müssen. Im Frühling haben wir die fröhliche Steppe, mit viel Grün, und bunten Blumen. Hierher zu ziehen, war eine gute Entscheidung – die meisten haben jetzt neue Häuser gebaut.". Darüber wölbt sich eine flache, hellblaue Halbkugel, und ab und an zieht ein Adler seine Kreise. Der Museumswärter holt alte Fotos heraus. Wohin führt Zukunft des Aralsee? Das neueste Bild vom 13. Der Aralsee heute. Nazira, Dolmetscherin aus Almaty, liebt diese Landschaft. Stürme verteilen das Salz über Hunderte von Kilometern. Jahrhunderts ausgerottet. Verwahrloste Kinder bestimmten das Straßenbild zwischen den verlassenen Hotelbauten. Der wichtigste Kanal, dessen Projektierung bereits 1950 noch zu Stalins Lebzeiten begonnen wurde, ist der Karakum-Kanal (heute Turkmenbaschi-Kanal). Im Sommer frieren sie den Fisch ein, im Winter wird er gleich weitertransportiert. Das Sterben des Aralsees begann mit der Expansion der Baumwollindustrie seit Mitte des 19. ", Rostendes Schiff in einem ausgetrockneten Abschnitt des Sees (imageBROKER). Ein Wandbild zeigt Fischer im Ölzeug, die ihr Boot bis zur Oberkante mit Stör und Lachsen füllen. Wo sich einst eine Wasserfläche von der Größe Bayerns befand, ist heute praktisch nur noch eine Pfütze. Dabei soll es nicht bleiben. Heute werden für die intensive Bewässerung von Feldfrüchten wie Baumwolle oder Reis aus beiden Strömen gigantische Wassermengen entnommen, was den Zufluss in den Aralsee drastisch reduziert. Rund um ein weites, schlammiges Becken reihen sich verfallende Hallen, die stählernen Gerippe zweier Ladekräne ragen in den grauen Himmel wie die sterbenden Zeugen einer untergegangenen Zeit. Aber die Zeiten haben sich wieder geändert – und ganz so schlecht sieht es wohl nicht aus. Die Lage ist ernst, aber noch sind die Schäden nicht irreparabel. Aber das ... Damals wurden jährlich 20’000 Tonnen Fisch gefangen. Malinas Mann ist Fischer. In der Geographie des Ptolemäus (1.-2. Der Aralsee in Asien war einer der größten Seen der Welt. Zu Sowjetzeiten verteilte man auf den Baumwollfeldern jahrzehntelang 480 bis 600 Kilogramm Dünger und Pestizide. Man nutzt ihre Wolle, die Milch und das Fleisch. Der Aralsee war einst das viertgrößte Binnengewässer der Erde. Der Aralsee war einst der viertgrösste See der Welt. Der Wasserstand des südlichen Sees ist in den letzten 40 Jahren um mehr als 20 Meter gefallen. Jahrhunderts hatten die ersten Untersuchungen über den Wasserspiegel des Aralsees eingesetzt, der natürlichen Schwankungen unterworfen war. Es sollte das Einsammeln der Baumwolle erleichtern. Ein Vorher-/Nachher-Vergleich "Wir hatten große Schiffe und große Fabriken. Den Arabern war der Aralsee unterdessen schon seit dem 10. Auch das Klima blieb nicht unverändert, so wurde seit den achtziger Jahren ein Ansteigen der Salzniederschläge festgestellt. Dank des Damms hat auch Aralsk wieder Hoffnung. Auf der mal weiß-, mal schwarzgrauen Erde wachsen Gräser, staubige Wermutbüsche und dornige Sträucher. Übriggeblieben ist vor allem ein länglicher See im Westen und ein kleinerer See im Norden.Man nennt sie den Westlichen Aralsee und den Nördlichen Aralsee. Zentralasien Die extensive Bewässerung der Baumwollfelder durch die Zuflüsse Amu-Darja und Sur-Darja führte über ein Jahrhundert hinweg zur allmählichen Austrocknung des Aralsees. ... aus Kasachstan enthielt eine Wasserumleitung von Novosibirsk am Ob über Pavlodar an der Irtysch Richtung Aralsee. 60.000 Menschen aus der ganzen Sowjetunion fanden Arbeit. Eine Gefahr für ganz Zentralasien. Über diese weiten Ebenen sind die kriegerischen Horden Tamerlans und Dschingis Khans galoppiert. Und deshalb kümmerten sich die Dänen darum.". Jh.) Der Hafen direkt vor der Tür ist ein trauriger Schatten seiner einstigen Bedeutung. Durch den geringeren Zufluss sank seitdem der Wasserspiegel des Sees kontinuierlich. In dieser unwirtlichen Landschaft entstanden die kriegerischen Heldenlieder des Landes. Das führte zum Desaster. Doch seit Jahren ist er durch Überdüngung und Wassermangel von der Versteppung bedroht. Die Hafenstadt Aralsk lag einmal direkt am See (picture alliance / dpa / Ulrich Baumgarten). Hinzu kam die Verschmutzung des Aralsees durch Industriebetriebe, die in Usbekistan liegen und ihre giftigen Abwässer ungehindert in den Amu-Darja einleiten. Ich habe keinerlei Rechte an diesem Bildmaterial. Bis heute hat der Aralsee [4] rund 58% seiner Fläche verloren, er hat nur noch eine Fläche von etwa 28687 km2 (1998) [5]. Der Salzgehalt im großen See hat 40 Gramm pro Liter erreicht, damit ist der See ökologisch tot. Geschichte, Die Coronakrise aus der Sicht einer russischen Psychiaterin, Kurden - Geschichte, Kultur und Hintergründe. Parasiten des ausgesetzten Störs dezimierten die endemischen Arten, einige Fische weideten die Algen ab, die Süßwassermuschel Dreissena war bereits 1971 fast ausgestorben. "Ich heiße Voladlov, das ist Jirzac und der da Brigadenführer Bikaidir.". Inzwischen hat sich der Aralsee in zwei Teilseen aufgelöst: den kleinen See im Norden und den großen See im Süden. Jahrhundert bekannt. Wo früher einmal der Aralsee war, sind heute zwei kleinere Seen. Erst 1991, nach dem Zerfall der Sowjetunion, kam das Thema an die russische Öffentlichkeit. Eine echte Rückführung des Gebiets um den Aralsee auf den Zustand von 1960 halten fast alle Wissenschaftler für ausgeschlossen. Es gibt also Fisch. Was mit dem Aralsee passiert, gehört zu den größten menschengemachten Umweltkatastrophen unserer Zeit. 1.500 Kilometern durch Turkmenistan. Jahrhundert noch von Sümpfen berichtet hatten, entstanden staubige Steppen. Zeugnis von der Katastrophe gibt die Stadt Kasacharia, die einmal als eine der reichsten Städte der Region galt. Exklusive Satellitenbilder zeigen, wie der Mensch ihn zu über 80 Prozent austrocknete. "Die Steppe ist wie unser Gemüt. "Das Leben der Leute hat sich deutlich verbessert. Der Schriftsteller Tschingis Aitmatow schrieb einmal über einen Goldenen Fisch, den es im Aral-See geben soll. Seit dem Verschwinden der Dunstglocke in den letzten Jahrzehnten beobachten Ökologen eine Verschärfung des kontinentalen Klimas, was für die Region heißere Sommer und kältere Winter bedeutet. Mit desaströsen Folgen. B. der Sahara. Wo sich einst eine Wasserfläche von der Größe Bayerns befand, ist heute praktisch nur noch eine Pfütze. Wo früher Wasser war, erstreckt sich jetzt eine schier endlose Wüste. Wenn Nazira über die Steppe nachdenkt, kommt immer eine Liebeserklärung heraus – in Russisch. Um die Existenz des Aralsees rankten sich lange Zeit Mythen. Damals überzog die Planwirtschaft Usbekistan mit Baumwollfeldern. Von Eva-Maria Stolberg 68.000 km² auf 28.687 km² und das Volumen von ca. Die fortwährende Wasserentnahme führte zu einem generellen Absinken des Grundwasserspiegels in der Region mit der Folge, daß zahlreiche Brunnen in den usbekischen Dörfern versiegten. Grabungsarbeiten schädigten nicht nur die Vegetation, sondern trugen auch zu Sandverwehungen bei. Der Aralsee war einmal das viertgrößte Binnengewässer der Welt. Heute ist kaum mehr als eine Salzwüste übrig. Bis 2003 ist der Seespiegel schon um 26,5m gesunken, was zur Folge hat, dass sein Volumen über 78% zurückging auf 255 km3. Heute ist kaum mehr als eine … Erst während der Perestrojka wurde der Plan endgültig aufgegeben, als auch in den zentralasiatischen Sowjetrepubliken eine kritische Öffentlichkeit entstanden war, auf die Michail Gorbatschow Rücksicht zu nehmen hatte. Wirtschaftliche Nutzung und ökologischer Raubbau erwiesen sich für den Aralsee als nicht endender tödlicher Kreislauf. Diese Idee war nicht neu, man griff auf die von der Zarenregierung um 1860 entwickelten Pläne zurück. Darum besteht er heute nur noch aus kleineren Resten. Ab den 60er Jahren-begann der See zu schrumpfen und irgendwann blieben nur noch zwei Restflächen übrig. Auch ein paar Nagetiere leben hier, Wölfe und die Saigá-Antilope.". Allein 40 Prozent des Wasserverlustes des Aralsees entfallen auf diesen Kanal, der im übrigen schlecht verlegt wurde. Der Kokaral-Damm wurde 2005 fertiggestellt. Die jahrzehntelange intensive Baumwoll- und Reisproduktion auf bewässerten Flächen hat dazu geführt, dass das Wasser der Flüsse Amu-Darja und Syr-Darja kaum mehr den Aralsee erreicht. Russische Ökologen sprachen damals von dem „ermordeten Aralsee“ oder dem „stillen Tschernobyl“. Heute ist der Aralsee um 90 Prozent geschrumpft. Keine Auslieferung des Wikileaks-Gründers, Auslieferung von Wikileaks-Gründer abgelehnt. 2006 führte Japan die Arbeit von Aral Tenizi weiter und engagierte sich beim Bau des Damms – mit Erfolg. Mit desaströsen Folgen. Seit den 1960er Jahren bis 1997 sank der Wasserspiegel um 18 Meter von 53 Meter auf 35 Meter, und die Fläche des Sees gin… Der Wasserstand des südlichen Sees ist in den letzten 40 Jahren um mehr als 20 Meter gefallen. Bereits Peter der Große hatte bei seinen Expeditionen nach Innerasien die Vision gehegt, eine große Wasserverbindung zwischen Orient und Okzident anzulegen. An den Aralsee – das Aral-Meer, wie er hier genannt wird – ist die Hoffnung zurückgekehrt. Bis die Sowjets begannen, dort Baumwolle anzubauen. An den Ufern des Aralsees, dort, wo Reisende im 19. Damals ist der Aralsee durch Verlandung in zwei Hauptteile zerfallen, den südlichen Großen Aralsee und den nördlichen Kleinen Aralsee. Der Aralsee „schrumpfte“ seit den 60er Jahren vom viertgrößten Binnensee der Erde mit 68000 km² Fläche bis heute auf die knappe Hälfte seiner Fläche und ist zudem in einen großen und kleinen Aralsee geteilt (Bild 2). später der sowjetischen Kolonisationsmacht in Mittelasien hatte auch ökonomische Motive, und der Aufbau von Monokulturen sollte die Abhängigkeit Turkestans vom europäischen Rußland verstärken. Die meisten Fischarten starben aus. Sowjetische Planer setzten nun Fische für den Fang in dem See aus, zu ihrem Überleben in dem versalzenden Gewässer leitete man kostbares Süßwasser aus den Kanälen ein. … Schon damals war immer das Ziel das Wasser für die Anbaugebiete von Baumwolle und ähnlichem im Aralsee-Becken zu nutzen. Der Aralsee ist heute nur noch ein, in kleine Teile, zerfallene See. Um die Existenz des Aralsees rankten sich lange Zeit Mythen. Heute ist kaum mehr als eine Salzwüste übrig, über der giftige Dämpfe wabern. Das meiste behalten wir selbst, einen Teil aber verkaufen wir auf dem Markt. Für den Aralsee blieb immer weniger Wasser übrig. An den Ufern des Aralsees gab es … Ehemalige Hafenstädte und Badeorte liegen heute 100 Kilometer weit in der Wüste. Durch Eingriffe des Menschen schrumpfte er auf ein Zehntel seiner Fläche und versalzte stark. Der damals noch 68000 Quadratkilometer große See zerfiel durch Austrocknung und Verlandung in zwei Teile. Den Höhepunkt erreichte diese Gigantomanie unter Chruschtschow. In der „Neuland-Kampagne“, deren Ziel es war, in den trockenen Gebieten der Sowjetunion neue landwirtschaftliche Nutzflächen zu erschließen, wurden Kanäle angelegt, die zur weiteren Entwässerung des Aralsees führten. Zumindest an den nördlichen, den Kleinen Aral, der in Kasachstan liegt. Nur rund 10 Prozent der einstigen Fläche sind noch übrig. Es gibt Bratfisch. Wo früher einmal der Aralsee war, sind heute zwei kleinere Seen. Der Wasserspiegel sank um 18 Meter, das Volumen nahm 90% ab und der Salzgehalt stieg um das vierfache an. Einst war er der viertgrößte See der Welt, so groß wie Bayern. Der ehemalige Seeboden ist heute eine Salzwüste. Ihnen werden seit der Stalinära (1929–1953) große Wassermengen für die künstliche Bewässerung riesiger Anbauflächen für Baumwolle in Kasachstan und Usbekistan entnommen. Es geht eher darum, die … Auf dem See werden wir dann Aquakultur betreiben und Fisch in großem Stil züchten – nichts ist unmöglich.". Durch Einsatz großer Mengen an Düngemitteln und Pestiziden auf den Baumwollfeldern, die eine Ertragssteigerung bewirken sollte, wurde der Aralsee zu einer giftigen Chemie-Kloake. Wo früher Wasser war, erstreckt sich jetzt eine schier endlose Wüste. Damals war der Aralsee der viertgrößte See der Erde. Aus der Milch machen wir Schubat, ein frisches, leicht alkoholisches Getränk. 2.000 Männer arbeiten wieder als Fischer. An den Ufern des Aralsees gab es … Es verdunstet auf den Feldern oder versickert in den maroden Bewässerungskanälen. Jetzt ist alles kaputt, die Leute holen das Eisen aus der Steppe und verkaufen es als Schrott.". Aralsee am 25.08.2000, Quelle: NASA. Damals traten 14 Waggons aus Aralsk die Fahrt an. Ein gigantisches Bewässerungsprojekt verwandelte die ohnehin schon wasserarme Gegend in eine regelrechte Wüste. Noch heute erinnert eine Gedenktafel im Bahnhof von Aralsk (heute Aral) an diese zu Sowjetzeiten oft propagierte und gefeierte Tat der Fischer. Wäre das Projekt Wirklichkeit geworden, hätten die Wassermassen ein riesiges Gebiet überflutet. Elektrische Oberleitungen wurden ebenso zerfressen wie die antiken Baudenkmäler des Reiches von Chorezm. Die Hauptzuflüsse sind traditionell die Flüsse Amudarja (vom Süden her kommend) und Syrdarja (vom Osten). Noch vor 50 Jahren war der Aralsee der viertgrößte See der Erde, aber heute ist ein großer Teil ausgetrocknet. Wo früher eine Meeresbucht war, ist heute ein Süßwassertümpel. Die Ökologie des Sees wurde auch durch das Aussetzen neuer Fischarten seit den späten 1920er Jahren nachhaltig gestört. Der Aralsee ist ein Mythos. Ein grauer Kleinbus parkt gleich daneben, Männer in speckigen Overalls begrüßen die Fremden. Nach neueren wissenschaftlichen Schätzungen wird der Aralsee in zwanzig Jahren bis auf einige kleine Überreste im Delta des Amu-Darja verschwunden sein – das einstige orientalische Märchen ist längst zu einem Alptraum geworden. 1.040 km³ auf 181 km³ reduziert (1998). Viele Menschen haben, soweit möglich, die Region verlassen, die verbleibende Bevölkerung findet weder im Fischfang, noch in der Landwirtschaft oder im Tourismus ihr Auskommen. Malina, die Englischlehrerin der Schule, lädt zum Imbiss. Alle Jobs, die irgendwie mit dem See verbunden waren, fielen weg: Auf den Fähren, in der Werft, den Fischfabriken und den Reparaturwerkstätten. Die Austrocknung des Sees hat auch weitreichende Folgen für das regionale Klima. Der Aralsee heute …durch den Eingriff der Menschen ist der See heute nahezu vollständig vertrocknet. Im kleinen Museum leben die großen Zeiten noch einmal auf. „Tagebuch der Aralsee-Expedition 1848/49“ von Aleksej Ivanovic Butakov. Damals war der Aralsee der viertgrößte See der Erde. Jetzt muss man entweder den Damm erhöhen oder einen neuen bauen.". Die Stadt im Nordosten war einst das Oberzentrum des Sees. Dieser Regen führte dazu, daß sich der Beton in öffentlichen Gebäuden und auch der Straßenbelag auflöste. Der Fisch, vor allem Zander, wird gefangen und filetiert und heute sogar bis nach Europa und anderswo exportiert, nach Dänemark, Deutschland, Kirgisien, Georgien...". Da diesen Flüssen seit der Stalin-Ära (Beginn des intensiven Baumwollanbaus in Kasachstan und Usbekistan) viel Wasser für Bewässerung entnommen wird, sinkt der Wasserspiegel des Sees kontinuierlich stark, so dass der Aralsee möglicherweise in absehbarer Zeit nicht mehr existieren wird.